Eselwandern in der Bretagne
Wir befinden uns beim Strand auf dem Weg nach Erquy und sind umgeben von einer Gruppe von Schaulustigen. Serpolet, unser Esel, will partout nicht weitergehen. Alles gute Zureden nützt nichts. Schnell werden wir zur Attraktion und alle sind gespannt ob wir unseren Esel dazu bewegen können, ein Hindernis zu umgehen und weiter zu laufen. Der scheint es aber zu geniessen, uns etwas ratlos dastehen zu lassen.
Aber jetzt mal ganz von vorne. Wie ist es überhaupt soweit gekommen, dass wir in diese missliche Situation geraten konnten?
Wie ist es überhaupt soweit gekommen, dass wir in diese missliche Situation geraten konnten?
Die Vorbereitung
Die vergangenen Wochen und Monate hatten merklich an unseren Kräften gezehrt, und wir sehnten uns nach einer Möglichkeit, die Ferien aktiv zur Erholung zu nutzen. Spontan kam uns die Idee, eine Eselwanderung zu unternehmen. Ein Blick ins Internet offenbarte schnell, dass solche Wanderungen in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien und anderen Regionen angeboten werden. Dabei stießen wir immer wieder auf den deutschen Reiseveranstalter „Urlaub & Natur“.
Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für die Bretagne und buchten über besagten Anbieter eine Wanderwoche mit Esel. Auf der Website hieß es, dass die Bestätigung der gewünschten Daten einige Tage dauern könnte. Und tatsächlich geschah zunächst – nichts.
Erst nach einer Woche meldete sich Olaf Wuppermann von „Urlaub & Natur“ telefonisch bei uns. Leider, so teilte er mit, sei unser Wunschdatum nicht verfügbar, da die Übernahme des Esels an diesem Tag nicht möglich sei. Kurzerhand beschlossen wir, die Reise um eine Woche zu verschieben. Doch erneut hieß es: warten. Mit unseren immer näher rückenden Ferien im Blick wurde die Zeit langsam knapp. Schließlich kam die ersehnte Bestätigung, dass die Eselübernahme eine Woche später klappen würde. Die Reiseunterlagen, so hieß es, würden wir nach Zahlungseingang erhalten.
Wir überwiesen den Betrag sofort, doch die versprochenen Unterlagen ließen auf sich warten. Also griffen wir erneut zum Telefon. Uns wurde abermals versichert, dass Kartenmaterial und Wegbeschreibungen bald per Post bei uns eintreffen würden. Am Mittwoch vor unserer Abreise war jedoch noch immer nichts angekommen, und da wir bereits am Montag in die Bretagne aufbrechen wollten, wurde die Zeit zunehmend knapp. Wieder riefen wir an, und dieses Mal versprach uns Olaf Wuppermann, die Unterlagen zusätzlich per E-Mail zu senden. Am Donnerstag konnten wir die Dokumente schließlich ausdrucken – die Postsendung traf übrigens nie bei uns ein.
Doch endlich war alles beisammen, und unsere Vorfreude konnte sich ungetrübt entfalten. Am Montag machten wir uns auf den Weg in die Bretagne. Die erste Woche genossen wir bei strahlendem Wetter ohne Esel, ließen die Seele baumeln und freuten uns jeden Tag mehr auf das bevorstehende Abenteuer mit unserem vierbeinigen Begleiter.
Eselwandern in der Bretagne (12.6-17.6.2017)
Der Kurzbeschrieb von jeder Etappe in kursiver Schrift ist vom Reiseprogram von Urlaub&Natur übernommen.
1. Tag: Individuelle Anreise
Individuelle Anreise nach Lamballe. Übernachtung in Lamballe (Abendessen, außer bei Anreise am Wochenende).
Am Sonntag fahren wir gegen Abend ins das kleine Städtchen Lamballe und beziehen unser Zimmer im Hotel Lion d’Or. Hier müssen wir unsere Sachen, welche wir auf die Wanderung mitnehmen wollen, in Säcke verstauen. Unseren Esel dürfen wir mit max. 20kg. / Person beladen. Obwohl der Wetterbericht eine Traumwoche vorher sagt, Temperaturen um die 30°c und kein Regen, packen wir auch eine Regenjacke und wärmere Sachen ein. In der Bretagne kann das Wetter schnell wechseln. Es ist gar nicht so einfach, sich auf das Nötigste zu beschränken. Meistens packen wir ja zuviel ein.
Am Ende sind unsere Kleider und die übrigen Sachen für die Eselwoche in je drei schwarze Abfallsäcke verstaut. Wasser und Proviant kommen noch hinzu. Es ist nämlich so, dass man Unterwegs fast nirgends einkaufen kann und da ist es gut, wenn man sich vorher mit Proviant wie Früchten, Brot und Trockenfleisch eindeckt, damit man wenigstens für die ersten zwei Tage bereits etwas bei sich hat. Frühstück und Abendessen würde man jeweils kriegen, stand in den Unterlagen.
Schliesslich ist irgendwann alles gepackt und wir schlafen schweissgebadet ein. Das Hochdruckgebiet ist über der Bretagne eingetroffen und die 30°C Grenze ist bereits geknackt.
2. Tag: St. Alban – St. Brieuc – La Longueraie 12 km
Heute Morgen lernen Sie Ihren Esel kennen und werden in die Handhabung eingeführt. Gewöhnen Sie sich aneinander, indem Sie den Esel striegeln, kraulen und verwöhnen. Er ist sicher bestechlich und wird es Ihnen während der nächsten Tage unterwegs danken.
Durch ländliche Idylle starten Sie die Wanderung. Sie kommen am interessanten Taubenhaus von Planguenoual vorbei, das Sie besichtigen können. Unterwegs spürt man die Nähe des Atlantiks, man kann das Meer förmlich riechen. Schon bald erreichen Sie die Kapelle Saint Maurice mit einem wundervollen Blick über die Bucht von Saint Brieuc. Übernachtung in La Longueraie (Frühstück, Abendessen).
Am kommenden Morgen fahren wir nach dem Frühstück nach St.Alban. Die Fahrt dauert etwa 20min. Um 10 Uhr treffen wir beim Eselhof von Corinne Rousseau ein. Corinne betreibt dort zusammen mit ihrem Mann neben dem Eselhof eine Cidrerie.
Wir werden freundlich empfangen. Corinne überreicht uns 2 grosse Satteltaschen, damit wir die Abfallsäcke mit unserem Hab und Gut verstauen können. Danach wird gewogen wie schwer jede Tasche ist, damit die 20kg./Person nicht überschritten werden. Mit je etwa 13kg. bleiben wir deutlich unter der Grenze.



Als alles fertig verstaut ist, kriegen wir endlich unseren Begleiter für die kommende Woche zu sehen. Ein dunkel brauner, etwa 12 Jahre alter Esel namens Serpolet (Thymian). Es ist Liebe auf den ersten Blick. Jedenfalls von unserer Seite. Jeder Esel hat seinen eigenen Charakter und sein eigenes Tempo. Unser Esel soll vom Tempo her ein „Medium Modell“ sein.

Corinne gibt uns Instruktionen, wie man mit dem Esel umgehen muss, welche Pflege er braucht und ganz wichtig, wie man den Sattel mit der Tragevorrichtung für die Taschen befestigen muss. Wenn man unterwegs länger als eine halbe Stunde Pause macht, muss man den Esel ganz absatteln, nicht nur die Taschen abladen. Danach kann man den Esel an der langen Leine an einem geeigneten Ort anbinden. Schliesslich kriegen wir noch eine Bürste für die Fellpflege, einen Hufauskratzer, eine lange Leine sowie einen grossen leeren Plastiksack und eine kleine Schaufel mit ins Gepäck. Wenn nämlich der Esel seinen Haufen irgendwo an einem ungünstigen Ort hinmacht, sollte man den wegmachen und im Sack zwischenlagern, damit man ihn an einer geeigneten Stelle, irgendwo in der Natur, entsorgen kann. Das klingt dramatischer als es ist und kam in einer Woche nur zweimal vor.
Endlich sind wir bereit für unser Abenteuer und es kann losgehen. Ausgerüstet mit Karten und einer Wegbeschreibung marschieren wir mit unserem neuen Freund los und lassen den Eselhof bald hinter uns.
Wichtig wird sein, unserem Freund zu zeigen wer der Chef ist. Corinne hat uns vorgewarnt, dass Serpolet versuchen wird, wann immer möglich am Wegrand Gräser und Sträucher zu fressen. Hier sei es wichtig, mit einem lauten NON zu zeigen, wer das Sagen hat. Andernfalls hätten wir 6 schwierige Tage vor uns.
Bereits nach wenigen Metern können wir uns darin üben. Es funktioniert gar nicht so schlecht und innert kurzer Zeit hat er uns als Chef akzeptiert, denken wir jedenfalls. Bei Eseln ist es so, dass sie immer wieder versuchen, die Grenzen auszuloten, fast wie Kinder oder Jugendliche. Will heissen, sie versuchen die eine oder andere Pflanze am Wegesrand zu knabbern, irgendwo in ein Getreidefeld reinzulaufen oder im Vorgarten eines Hauses, etwas Essbares zu finden.
Man muss also auf der Hut sein und Präsenz markieren. Esel verstehen es durchaus, ihren treuherzigen Blick einzusetzen und dann sollte man nicht immer gleich schwach werden. Das ist allerdings gar nicht so einfach.


Wir haben unseren Serpolet schnell ins Herz geschlossen. Bei unserem ersten Halt beim Taubenhaus von Planguenoual ist alles noch ein wenig neu für uns, aber schnell wird das Ab- und Aufsatteln zur Routine. Wir stellen fest, dass er eine Vorliebe für Getreide hat und müssen uns daher immer gut überlegen, wo wir die Leine festbinden.
Zu Beginn sind wir auf kleinen Naturwegen unterwegs, durchqueren bald das kleine Städtchen Planguenoual. Es hat nur sehr wenig Strassenverkehr, somit ist es kein Problem den Esel durch das Städtchen zu führen.

Ankunft im kleinen Städtchen Planguenoual
Auf kleinen Wegen geht es weiter und schon bald erreichen wir die Küste.
Es ist wie angekündigt sehr heiss und die frische Meeresbrise kommt uns sehr gelegen. Serpolet trägt brav unser Gepäck und braucht nur vor Steigungen manchmal etwas Zuspruch und Motivation. Eine völlige Arbeitsverweigerung haben wir bis anhin noch nicht erlebt.

Die Kapelle Saint Maurice mit einem wundervollen Blick über die Bucht von Saint Brieuc
Der Küstenabschnitt des ersten Tages ist wirklich spektakulär. Ein schmaler Pfad schlängelt sich zwischen üppiger Vegetation der Küste entlang. Serpolet bahnt sich seinen Weg durch das Gestrüpp. Für uns ist der Weg breit genug, aber für Serpolet ist er eigentlich zu schmal. Durch die 2 Satteltaschen ist er jedoch gut geschützt und drückt die Sträucher und Büsche einfach zu Seite.
Apropos zur Seite schieben. Für einen Esel ist es kein Problem 200-300kg einfach zur Seite zu schieben. Wenn er eine Blume unbedingt fressen will, kriegt er die auch.


Die Kapelle Saint Maurice mit einem wundervollen Blick über die Bucht von Saint Brieuc
Fast die ganze Zeit über hat man eine phantastische Aussicht auf das Meer und die Muschelbänke. Nur sehr selten kreuzen wir andere Wanderer und die Strände sind ebenfalls fast menschenleer.
Serpolet macht seine Sache gut. Wir gewöhnen uns rasch an seinen Charakter und lernen, wann wir ihn kurz fressen lassen müssen und wann er Zuspruch und etwas Motivation braucht. Das Ganze ist ein Geben und Nehmen. Wir versorgen, kraulen, loben und lieben ihn, schauen dass es ihm gut geht und dafür trägt er unser Gepäck. Das dauernde Umarmen, kraulen und drücken hinterlässt deutliche Spuren auf den Kleidern. Entweder er drückt seinen Kopf an uns oder wir drücken ihn. Am Abend hat mein T-Shirt die selbe Farbe wie das Fell von Serpolet.





Von Zeit zu Zeit ist es ratsam den Wegbeschrieb zu studieren
Gegen Abend erreichen wir unsere Unterkunft beim kleinen Ort La Longueraie. Unsere Gastgeber sind sehr freundlich. Nachdem wir den Esel auf der grossen Wiese hinter ihrem Haus versorgt und untergebracht haben, zeigen sie uns das Zimmer. Vom Badezimmer aus können wir einen Blick auf Serpolet werfen und sehen, dass er seine grosse Wiese geniesst.
Es ist unglaublich heiss an diesem Tag, umso mehr finde ich an diesem Abend gefallen am Kühlschrank der Familie. Dieser kann neben Eiswasser auch Eiswürfel ausgeben. Madame ist eine leidenschaftliche Gastgeberin und verwöhnt uns beim Abendessen ausgiebig. Nach angeregten Gesprächen, mein Teil beschränkt sich mangels guten Französisch Kenntnissen vorwiegend aufs Zuhören, gehen wir gegen Mitternacht ins Bett. Man muss wissen, die Tage im Juni sind lang. Es wird erst gegen 23Uhr dunkel und am morgen um 5Uhr wird es bereits wieder hell.
3. Tag: La Longueraie – Pléneuf-Val-André 13 km
Immer parallel zum Atlantik geht es gemütlich zunächst zum alten Fischerhafen von Dahouët. Schlendern Sie dort zwischen den Segelbooten, die bei Ebbe völlig auf dem Trockenen liegen, oder genießen Sie einen der leckeren Crêpes mit Cidre! Am breiten Strand entlang wandern Sie gestärkt weiter bis nach Pléneuf-Val-André (Frühstück).
Das Frühstück fällt reichhaltig aus, was für französische Verhältnisse eher ungewöhnlich ist. Meistens besteht es aus Baguette, Butter und Konfitüre, allenfalls Crêpes und süssem Gebäck. Für uns oft zu süss.
Nach dem Frühstück gehen wir zur Wiese, um Serpolet für die zweite Etappe vorzubereiten. Er freut sich, uns zu sehen, den Eindruck haben wir wenigstens. Wir freuen uns auch auf ihn. Esel und Mensch gewöhnen sich sehr schnell aneinander.




Serpolet muss seine schöne Wiese verlassen und wird bereit gemacht für die nächste Etappe
Das Aufsatteln und Zaumzeug anlegen dauert noch seine Zeit. Uns fehlt die Übung. Serpolet schart mit den Hufen im Sand und teilt uns so mit, dass seine Eselsgeduld auf die Probe gestellt wird. Einem Esel wird es schnell langweilig.
Nachdem unser Gastgeber kontrolliert hat, ob wir den Sattel richtig festgemacht haben, er hat selber auch Pferde und kennt sich sehr gut aus, machen wir uns auf, den zweiten Wandertag (eigentlich ist es der dritte im Programm) in Angriff zu nehmen. Im Gepäck haben wir 2 Flaschen frisches Eiswasser aus dem Kühlschrank von Madame.

Zwischenhalt bei den Muschelbänken

Kurzer Halt am Fischerhafen von Dahouët
Der Weg führt auch heute zuerst über kleine Feld- und Wiesenwege zur Küste. Den ersten Stop machen wir bei den Muschelbänken. Es ist Ebbe und der Strand erinnert uns ein wenig an die Nordsee. Die Fischer fahren mit Spezial- Lastwagen zu den Muschelbänken raus. Voll beladen kehren sie zurück. Wir lassen die Weite von Strand, Meer und Himmel eine Zeitlang auf uns wirken, bevor wir den Weg fortsetzen. Er führt uns weiter der Küste entlang, durch das kleine Städtchen Dahouët bis nach Pléneuf-Val-André zu unserem kleinen Hotel.
Wie immer, wenn wir mit unserem Esel durch kleine Städtchen wandern, werden wir von den Leuten bestaunt und kommen mal hier mal da mit ihnen ins Gespräch.
Schliesslich treffen wir durchgeschwitzt bei unserem Hotel in Pléneuf-Val-André ein. Weil die Wiese für Serpolet etwa 1km vom Hotel entfernt ist, laden wir unsere Satteltaschen zuerst beim Hotel ab und checken ein, bevor wir mit ihm zur Wiese marschieren.
Die zusätzlichen Kilometer würden wir uns heute gerne ersparen, Wir sind ziemlich erschöpft von der Hitze. Leider lässt der Wegbeschrieb gegen Ende etwas Interpretationsspielraum und so verpassen wir prompt die Wiese und marschieren an ihr vorbei.
Serpolet merkt das, aber wir interpretieren sein „nicht weiter gehen wollen“ als störrische Verweigerung oder so etwas in der Art. Bald bemerken wir unseren Fehler und finden die Wiese doch noch. Serpolet denkt sicher, „Na endlich! Die sind aber schwer von Begriff!“ 🙂


Nachdem wir beim Hotel unsere Satteltaschen deponiert haben, bringen wir Serpolet zu seiner Wiese
Bei der Wiese ist alles vorbereitet. Es hat Wasser in grossen Kanistern und einen elektrischen Zaun, welchen wir nur einschalten müssen. Wir vergewissern uns, dass Serpolet genügend Wasser in seinem grossen Eimer hat und kontrollieren seine Hufe, ob sich nicht ein kleiner Stein darin festgesetzt hat.
Wie immer wenn er seinen Sattel los geworden ist, wälzt er sich erstmals ausgiebig im Sand. Es war wieder ein sehr heisser Tag und wir sind alle ziemlich durstig.

Unser Hotel
Hunger haben wir auch und so lassen wir Serpolet in seinem Nachtlager zurück und machen uns auf zu unserem. Im Hotel müssen wir zuerst noch mit den Hoteliers das Thema Abendessen klären. Dieses sei nicht inbegriffen erklären sie uns anfänglich. Nach einigen Wortwechseln und Erklärungen, dürfen wir schliesslich doch das 3-Gang-Menu inklusive geniessen.
4. Tag: Pléneuf-Val-André – Erquy 14 km
Mit knorrigen Bäumen sind die Wege gesäumt, denen Sie heute durch die friedliche Landschaft auf geradem Weg folgen. Nach wenigen Kilometern öffnet sich der Blick auf den endlosen Atlantik, die Wellen, die sich am breiten Sandstrand brechen, von Stechginster und Erika gesäumt. Sie wandern bis nach Erquy, wo Sie heute etwas außerhalb übernachten. (Frühstück, Abendessen)
Nach einem schmackhaften Frühstück gehen wir zu unserem Begleiter Serpolet. Freudig empfängt er uns auf seiner Wiese. Es ist unglaublich heiss an diesem Morgen und ich bekomme schon fast beim Fell putzen und Aufsatteln einen Hitzeschlag. Wir schalten den Strom vom Zaun aus und marschieren mit Serpolet zurück zum Hotel, um unser Gepäck zu holen.

Immer wieder führt die Strecke an schönen Bretonischen Steinhäusern vorbei
Die heutige Etappe führt uns nach Erquy, wo wir zweimal übernachten werden. Serpolet hat morgen einen freien Tag, da der Weg rund um das Cap Erquy für Esel nicht geeignet ist.
Auch heute haben wir über 30°C und beinahe wolkenlosen Himmel. Bald erreichen wir die Küste und das erste Bad im Atlantik lockt. Serpolet darf hier nicht an den Strand. Damit er sich trotzdem etwas erholen kann, befreien wir ihn von seinem Ballast und binden ihn im Schatten an einem Baum an. Es dauert nicht lange und er liegt ab, nimmt sein geliebtes Sandbad. Serpolet geniesst das sichtlich und macht kurz darauf im Stehen ein Nickerchen. Bei diesen Temperaturen ist auch Serpolet dankbar für eine Rast.



Serpolet geniesst ein Sandbad in der Nähe vom Strand
Wie immer wenn Serpolet sich im Sand gewälzt hat, kriegt er anschliessend eine Wellness Behandlung von uns. Das heisst, sein Fell muss gebürstet werden, damit ihn keine Steinlein unter dem Sattel pieksen. Anschliessend Aufsatteln, was bei uns nach wie vor etwas Zeit in Anspruch nimmt, weil wir es ganz sorgfältig machen. Serpolet schart wie immer mit den Hufen. Es dauert ihm einfach zu lange. Wir können ihm die Ungeduld förmlich ansehen.
Der Weg führt nun in leichtem Auf und Ab weiter der Küste entlang. Der Blick auf das Meer ist fantastisch.
Wenn es steil nach unten geht, lassen wir Serpolet ohne Leine laufen. Er sucht sich seinen Weg selber und bleibt nach dem Abstieg stehen. Vielleicht, weil er auf uns warten will, vielleicht, weil er immer hungrig ist und jede Gelegenheit für einen Imbiss nutzt,
Nun sind wir also am Strand von Erquy angelangt, wo dieser Bericht begann, und gleich wird uns Serpolet vor einer Gruppe von Schaulustigen den Gehorsam verweigern.
Es scheint, als ob er auf diesen Moment gewartet hätte. Serpolet macht keinen Schritt mehr und alles Zureden fruchtet nicht. Er wird solange stehen bleiben, bis alle ihre Fotos gemacht und alle ihre Wetten abgeschlossen haben, wie lange es dauern würde, bis wir ihn zum Weitergehen überreden können. Eine gefühlte Ewigkeit später setzt er sich unter dem Applaus der Zuschauer in Bewegung. Wir atmen auf!

Am Strand von Erquy
Das letzte Stück bis nach Erquy legen wir auf dem Strand zurück. Glücklicherweise muss Serpolet sein Geschäft nicht auf dem Strand erledigen. Hier wäre definitiv ein Ort, wo die Schaufel und der Plastiksack zum Einsatz kommen müssten! Unter den verwunderten Augen der Badenden marschieren wir am Strand entlang und kommen schliesslich im Hafen von Erquy an.



Uns fällt wiederholt auf, dass es nur wenige Möglichkeiten gibt für eine Einkehr. In den kleinen Häfen gibt es entweder keine Restaurants oder viele sind Mitte Juni noch geschlossen. Es ist daher unbedingt notwendig, für jede Etappe genügend Wasser bei sich zu haben. Die Saison hier ist relativ kurz. In der Hochsaison muss Erquy sehr gut besucht sein, aber jetzt Mitte Juni sind die Strände fast leer.
Es ist heiss. Sehr, sehr heiss. Weil wir eine Abzweigung verpassen und uns ein Einheimischer darauf hinweist, dass wir auf dem eingeschlagenen Weg, unser Ziel rascher erreichen würden, entschliessen wir uns, die Strecke etwas abzukürzen. Anstatt nochmals einen Strand zu überqueren steuern wir direkt unsere Unterkunft an, die etwas ausserhalb vom Zentrum liegt.
Der Weg zieht sich dennoch in die Länge. Wir drei sind froh, als wir endlich ankommen. Serpolet wird wie immer als erster versorgt, danach erhalten auch wir von unserer heutigen Gastgeberin einen freundlichen Empfang mit kühlen Getränken.
Die heutige Unterkunft ist ein Gästehaus mit sehr viel Umschwung. Serpolet hat eine grosse Wiese für sich alleine. Das ist aber nicht das, was Esel sich wünschen. Sie wollen Gesellschaft von anderen Eseln. Nun, Serpolet weiss es noch nicht, aber morgen wird ihm ein Kollege vom Eselhof Gesellschaft leisten. Zwei Frauen aus Deutschland sind mit dem Esel Mimosa, einen Tag nach uns gestartet. Da wir zwei Nächte in diesem Gästehaus bleiben, werden sie uns morgen eingeholt haben. Am Abend wird also ein Esel mehr auf der Wiese stehen. Wir sind gespannt, ob Serpolet sich freut…
Die Tagesetappen sind von der Länge und Dauer her gut bemessen. Sie müssen nicht länger sein. Schliesslich will man den Tag geniessen und das Tempo des Esels kann man nicht wirklich beeinflussen. Manchmal geht er schneller und manchmal trödelt er rum. Da muss man sich einfach anpassen.
Wir sind ziemlich müde, die bisherigen Etappen und vor allem die heissen Temperaturen mit dementsprechend schlechtem Schlaf, haben uns ein wenig zugesetzt. Zum Glück können wir morgen unser Programm frei wählen!
5. Tag: Cap d‘Erquy 10-17 km
Für die heutige Tour hat der Esel Pause. Der Weg führt Sie um das wunderschöne Cap von Erquy, einem Naturschutzgebiet. Unberührte Natur fasziniert hier den Besucher: die Steilküste aus rosafarbenem Sandstein, wildes Heidekraut und helle Sanddünen. Umgeben vom smaragdgrünen Meer kommen Sie hier an den schönsten Stränden der Bretagne vorbei. Genießen Sie die Gezeiten und die sich immer wieder ändernde Landschaft (Frühstück, Abendessen).
Heute müssen wir nicht weiterziehen. Das Cap d’Erquy will aber erkundet werden und so sind wir nach dem Frühstück bereits wieder unterwegs. Serpolet darf seinen wohlverdienten freien Tag geniessen. Natürlich besuchen wir ihn vor und nach dem Frühstück. Es ist seltsam auf einmal ohne Esel unterwegs zu sein.
Die Strände bei Erquy gehören zu den schönsten in der Bretagne. Jetzt Mitte Juni sind die Strände fast menschenleer. Wir begeben uns zu einem malerischen, kaum bevölkerten Sandstrand. Das Meer ist angenehm frisch.
Wir umrunden nicht das gesamte Cap, kürzen etwas ab und gönnen uns im Hafen von Erquy eine kleine Erfrischung.
Zurück bei der Unterkunft werden wir feststellen, dass wir auch heute wieder um die 14km gewandert sind.
Als erstes schauen wir bei Serpolet vorbei und tatsächlich stehen nun zwei Esel auf der Weide.
Beim Abendessen sitzen wir mit den zwei Frauen am selben Tisch, die mit Serpolets Esel – Kollegen unterwegs sind. Ein lebhafter Austausch über allerlei Erlebnisse mit unseren langohrigen Freunden bereichert das schmackhafte Essen.




Cap d’Erquy – Ein Tag ohne Serpolet
6. Tag: Erquy – Château Bien Assis – La Couture 10 km
Es geht landeinwärts zum wundervoll restaurierten Schloss von Bien Assis. Hier können Sie eine geführte Tour (optional) durch das Schloss aus dem 15. Jhdt. machen und die dort integrierte Kunstausstellung besuchen oder einfach durch den schön angelegten Garten schlendern. Anschließend geht es auf dieser relativ kurzen Etappe heute weiter zu Ihrer Unterkunft in La Couture oder Bel Hêtre (je nach Vakanz). Unterwegs sehen Sie einige „Blockhaus“, Überbleibsel von Geschützstellungen aus dem Krieg. Sie muten surreal an inmitten der lieblichen Weidelandschaft (Frühstück).
Bevor wir die heutige Etappe in Angriff nehmen können, ist einkaufen angesagt. Unsere Vorräte sind beinahe aufgebraucht. Da das Einkaufsgeschäft Super U nicht direkt auf unserem Weg liegt, müssen wir einen Umweg machen und dabei nicht vergessen, dass wir einen Esel bei uns haben. Es macht dem Esel und auch uns nicht besonderen Spass, der Hauptstrasse entlang zu gehen. Darum überlegen wir gut, welche Route wir nehmen.
Mit Hilfe von Google Maps treffen wir beim Super U ein. Ich parkiere den Esel auf einer Rasenfläche und warte mit ihm, bis meine Partnerin mit Wasser und Proviant wieder auftaucht. Der Esel hat unterdessen den Rasen gedüngt. Nun ja, dieser sieht sowieso etwas trocken aus. Kann also nicht schaden…Wir packen alles ein und dann können wir unsere ursprüngliche Route in Angriff nehmen.

Einkaufen mit Serpolet bei Super U
Nach kurzer Zeit lassen wir den Verkehr und das Einkaufszentrum hinter uns. Einkaufen macht hungrig und schon bald finden wir einen geeigneten Platz für einen kurzen Zwischenstop. Wir wollen nur kurz rasten, weniger als eine halbe Stunde, daher trägt Serpolet immer noch seinen Sattel. Heute ist es auch nicht mehr so heiss.

Serpolet möchte wieder einmal in ein Weizenfeld
Die heutige Etappe führt uns immer wieder an schönen grossen Weizenfeldern entlang, sehr zur Freude von Serpolet. Jetzt zeigt sich, wer den Esel im Griff hat. Serpolet nützt jede Führungsschwäche aus. Wenn er merkt, dass wir müde sind oder sonst nicht ganz bei der Sache, besser gesagt bei ihm, nützt er das sofort aus. Manchmal stösst er mit seinem Kopf von hinten gegen unsere Rucksäcke und macht sich einen Spass daraus, uns herum zu schubsen.
Wandern mit Esel ist sehr kurzweilig und oft vergisst man, dass man eigentlich müde ist.

Serpolet hat einen unstillbaren Appetit und nützt jede kurze Führungsschwäche aus
Das Schloss von Bien Assis lassen wir aus und marschieren direkt in Richtung Unterkunft. Diese besteht heute aus einem B&B bei einer älteren Dame. Ein sehr gepflegtes Haus mit einem schönen Garten. Wir wurden bereits vorgewarnt, besonders aufzupassen, dass unser Esel keine Blumen aus dem Vorgarten frisst. Einmal habe jemand den Esel bis zur Haustüre mitgenommen und dieser liess sich angesichts der grün-bunten Pracht nicht lange bitten! Serpolet ist anständig und nachdem wir die Taschen abgeladen haben, bringen wir ihn auf die nahe gelegene Wiese.
Die Wasserkanister sind fast leer, aber das ist kein Problem, da wir sie in unserer nahe gelegenen Unterkunft auffüllen können.
Abendessen ist diesmal planmässig nicht inbegriffen. Was uns im Vorfeld etwas beschäftigt hat, da gemäss Beschreibung das Gastronomieangebot in der Umgebung sehr bescheiden ist, entpuppt sich schliesslich als Glücksfall.
Als einzige Verpflegungsmöglichkeit wird in der Routenbeschreibung die 1km entfernte Crêperie beim Campingplatz genannt. Das klingt nach einer Notlösung, ist es aber gar nicht. Die Crêperie ist sehr geschmackvoll eingerichtet und das Essen ausgezeichnet! Den Abendspaziergang hat man auch gleich gemacht.
7. Tag: La Couture – St. Alban 14 km
Auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt kommen Sie heute durch kleine bretonische Dörfer und Weiler mit idyllischen Steinhäusern. In einer kleinen Käserei können Sie selbst gemachtes leckeres Eis kaufen, je nach Lust und Laune nochmal einen Abstecher zum Meer machen und dann geht es schon zurück zum Startpunkt in der Nähe von St. Alban. Nun heißt es Abschied nehmen von Ihrem treuen Weggefährten!
Individuelle Abreise am späten Nachmittag (Frühstück).
Unsere Gastgeberin hat uns heute Morgen das Frühstück liebevoll bereit gestellt. Während wir essen steht sie in der Küche und plaudert mit uns. Beeindruckend wie sie auch im fortgeschrittenen Alter Haus und Garten tadellos in Schuss hält! Madame hat hohe Ansprüche, an sich und wohl auch an andere.
Gerade als wir fertig sind mit Aufsatteln, bringt sie uns mein iPad, welches ich im Zimmer liegengelassen habe und fragt ob das uns gehört. Ihr Gesichtsausdruck lässt erahnen, was sie von vergesslichen Männern hält…. Meiner Partnerin gibt sie dann noch den Rat, mir nicht alles hinterher zu tragen. Naja, so schlimm bin ich auch wieder nicht! Wir machen ein Selfie mit ihr und ich darf trotz allem mit aufs Bild.
Die letzte Etappe ist landschaftlich gesehen die unspektakulärste der Woche. Eventuell nehmen wir sie auch ein wenig deswegen so wahr, weil wir uns auf dem Heimweg befinden. Wir wissen, heute müssen wir uns wieder vom Esel trennen.
Die Strecke führt nicht mehr der Küste entlang, dafür kommen wir an einer kleinen, charmanten Käserei auf dem Land vorbei. Es ist auch heute die einzige Möglichkeit für eine Einkehr.
In der Käserei gibt es nicht nur Käse, sondern auch leckere „glace“ aus eigener Produktion. Obwohl die Portion anfänglich etwas gross erscheint für zwei Personen, ist das hübsche Kartonpäckchen schliesslich schnell geleert.


NON Serpolet! Serpolet darf nicht aber wir dürfen. 🙂 Als Belohnung genehmigen wir uns Glace caramel beurre salé

Kennt eigentlich der Esel den Weg?
Der Esel kennt den Weg definitiv. Man kann sich aber nicht immer darauf verlassen. Wir haben ein paarmal erlebt, dass Serpolet nicht weitergehen wollte. Der Grund war jeweils, dass wir falsch abgebogen sind.
Es kam aber auch vor, dass er nicht weitergehen wollte, weil er keine Lust hatte oder ihm etwas komisch erschien. Esel sind von Natur aus sehr vorsichtig.
Man kann sich also was den Weg angeht, nicht einfach auf den Esel verlassen.
Am Tag der letzten Etappe kennt Serpolet den Weg aber definitiv. Er weiss genau, es geht nach Hause. Dementsprechend zieht er das Tempo an, und wir haben Mühe mitzukommen. Er lässt sich kaum bremsen, unbeirrt hält er sein Tempo bei und läuft in Richtung Eselfarm. Er ist zeitweise fast nicht zu bremsen. Wenn wir eine Pause wollen, müssen wir ihn anbinden.
Wahrscheinlich vermisst er einfach seine Eselfamilie. Wir haben ihn während der ganzen Woche gedrückt und geknuddelt, aber Menschen sind wohl kein vollwertiger Ersatz für einen Esel-Kameraden.
Die letzten 2-3 km legen wir in Rekordzeit zurück und schliesslich haben wir es geschafft. Wir stehen vor der Eselfarm von Corinne Rousseau. Nach 6 Tagen sind wir wieder dort, wo alles begann. Kaum ist Serpolet in der Nähe der anderen Esel, kommen alle zum Zaun, um ihn zu begrüssen. Unter ihnen sind auch die zwei Söhne von Serpolet. Es dauert eine Weile bis alle begrüsst sind. Esel sind sehr sozial.
Bevor wir ihn zu den anderen Esel reinlassen, wird er ein letztes Mal von uns versorgt und geherzt. Danach trottet er mit den anderen davon und lässt uns etwas wehmütig zurück.
Für uns heisst es Abschied nehmen und nach Lamballe zurückfahren. Aber nicht ohne vorher ein paar Flaschen Cidre gekauft und mit Corinne und ihrem Mann über unseren Trip geplaudert zu haben.
Besonders froh ist Corinne darüber, dass Serpolet keine Blumen aus dem Vorgarten gefressen hat.
In Lamballe findet an diesem Abend das jährliche fête de la musique statt. An verschiedenen Standorten im ganzen Städtchen verteilt, gibt es kleine Konzerte.
Einen würdigen Abschluss für unsere Wanderwoche mit Esel gibt es im Restaurant La Cuisinerie. Mehr dazu bei den Tipps und Informationen.
Eine Woche mit einem Esel zu wandern ist eine wundervolle, bereichernde Erfahrung. Wir können es allen empfehlen, welche die Natur und diese liebenswerten, intelligenten Tiere mögen. Wir werden das sicher wiederholen, sei es in der Bretagne oder an einem anderen Ort.
Tipps und Informationen
Anreise: Der nächstgelegene Flughafen ist Rennes. Dort mietet man sich einen Mietwagen für die Weiterfahrt. Bei einer Anreise mit der Bahn ist Lamballe der Zielbahnhof, wo die in diesem Beitrag beschriebene Eselwanderung beginnt.
Wir sind mit dem Auto aus der Schweiz angereist. Die Autobahngebühren empfanden wir als relativ hoch, dafür kam man gut vorwärts bei sehr wenig Verkehr.
Eselwanderungen: Die auf Urlaub&Natur angebotene Eseltour in der Bretagne kann man jeweils bis Mitte September buchen. Der Preis beträgt pro Person 650Euro.
Direkt Buchen: Die Eselwanderung kann man aber auch direkt bei Corinne Rousseau buchen. Ab zwei Personen lohnt sich das auf alle Fälle. Das ist wesentlich günstiger, dafür muss man die Unterkünfte selber buchen, resp. anfragen ob ein Zimmer frei ist. Das sollte aber für zukünftige Eselwanderer mit Französischkenntnissen kein Problem sein. Die Wegbeschreibung stellt Corinne auf Französisch zu Verfügung. Corinne hat die gesamte Tour ursprünglich zusammengestellt.
Corinne Rousseau
16, St Plestan
22400 Planguenoual
Tel. +33 296 93 89 82
Website : www.korrig-ane.com
Restaurant: In Lamballe unbedingt das Restaurant La Cuisinerie besuchen. Es ist ein „ein Mann“ Betrieb. Christian Huet macht alles selber. Er kocht, er serviert das Essen und kassiert auch ein. Das Essen ist ausgezeichnet. Man sollte aber genug Zeit mitbringen. Wir haben bei unserem Besuch gut 2 Stunden in dem kleinen Restaurant verbracht. Es hat sich aber gelohnt.
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