Silvesterchlausen
Das Silvesterchlausen ist ein traditioneller Brauch im Appenzellerland, der am 31. Dezember und am 13. Januar gefeiert wird. Dabei ziehen als „Chläuse“ verkleidete Gruppen von Haus zu Haus, um das neue Jahr zu begrüssen. Es gibt drei Arten von Chläusen: die Schönen, die kunstvoll dekorierte Trachten und Kopfbedeckungen tragen; die Wüeschten, die mit furchterregenden Masken und Naturmaterialien geschmückt sind; und die Schö-Wüeschten, eine Mischung aus beidem.
Die Chläuse tragen große Schellen oder Glocken um den Körper und ziehen in Gruppen, den sogenannten „Schuppeln“, durch die Dörfer und Weiler. Vor den Häusern führen sie das „Zäuerli“ auf, einen traditionellen Naturjodel ohne Worte, um das alte Jahr zu verabschieden und das neue zu begrüßen. Als Dank erhalten sie oft Essen, Trinken oder Spenden.
Das Silvesterchlausen ist tief in der Appenzeller Kultur verankert und repräsentiert den Zusammenhalt und die Verbundenheit zur Natur und Tradition. Obwohl das Fest Besucher anzieht, bleibt es ein lebendiger Ausdruck lokaler Identität und wird mit großem Respekt vor der Tradition begangen.